Erektionsstörungen – Was kann helfen?

Neben der Vergabe von Medikamenten sollte man auf bestimmte Sachen achten, um ein ausgefülltes, befriedigendes Sexualleben zu haben. Trotz der verschiedenen Möglichkeiten – einer gesunden Ernährung, Sport  oder aber besonderen Übungen  - kann es passieren, dass eine Erektion nicht von befriedigender Dauer ist. In diesem Fall muss auf ein Potenzmittel zurückgegriffen werden.
Das bekannteste ist die Viagra. Sie ist bereits 1998 auf den Markt gekommen und erfreut sich seitdem großer Beliebtheit. Doch bekam sie seit 2003 immer mehr Konkurrenz.  Die Pharmaunternehmen Bayer und Lilly Pharma entwickelten Wirkstoffe, die den gleichen Ansatz haben.  So wirken Sildenafil (Viagra), Tadalafil (Cialis) und Vardenafil (Levitra)  als PDE-5 Blocker. Sie setzen dort an, wo normalerweise der Geschlechtsakt endet – bei dem Erschlaffen des Penis.

Bereits in den achtziger Jahren fanden Forscher heraus, dass – entgegen der Annahme vieler – eine Erektion und der Koitus durchaus von dem Wohlbefinden abhängt, vielmehr jedoch von den körperlichen Bedingungen.  So wurde ein Medikament entwickelt, dass den Penis erhärten lässt, ohne dass ein sexuelles Verlangen oder ein sexueller Impuls im Spiel ist. Vielmehr ist die Reaktion rein körperlich. Das Besondere an den drei Medikamenten ist, dass sie auf das Vorhandensein eines sexuellen Impulses angewiesen sind.  Eine Erektion erfolgt durch das Erschlaffen der glatten Muskeln im Bereich des unteren Bauches. Sie sind angespannt, wenn der Penis im nichterigierten Zustand ist. So wird verhindert, dass Blut in den Schwellkörper dringt und der Penis sich aufrichten kann. An dieser Stelle setzen übrigens Medikamente wie etwa Phenthalomin ein. Das Mittel bewirkt, dass der Muskel erschlafft – eine Erektion ohne Impuls entsteht. Eindrucksvoll hat das der Wissenschaftler  Dr. Brightley auf einer Konferenz für Urologen präsentiert. Er injizierte sich das Mittel bevor er das Podium betrat und ließ dann seine Hose herunter. Seitdem ist weithin bekannt, dass eine Erektion ausschließlich eine körperliche Reaktion sein kann. 

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Auf natürliche Weise jedoch verursacht ein sexueller Impuls das Ausschütten von  cGMP (cyklisches Guanomonophosphat), das die Muskeln um den Schwellkörper und im Unterleib  erschlaffen lässt. Die Erektion entsteht und würde ewig bleiben, wenn der Körper nicht – zumeist vor dem Koitus – das Enzym PDE-5 (Phosphodiesterase) abgeben würde. Das veranlasst den Abbau des cGMP. PDE-5 Blocker setzen an dieser Stelle an. Wird das Enzym blockiert, kann das cGMP nicht abgebaut werden, was bedeutet, dass die Erektion bestehen bleibt. 

Die drei Medikamente erfreuen sich größter Beliebtheit und sind in Deutschland verschreibungspflichtig. Das erste der drei Medikamente wurde bereits 1998 auf den Markt gebracht und wurde sofort mit einem Patent belegt. In diesem Jahr, zum 15. Geburtstag der Viagra, läuft es nun aus. Doch auch die anderen Mittel gibt es seit geraumer Zeit. Levitra wurde von Bayer 2003 auf den Markt gebracht – damals noch mit dem Kooperationspartner GlaxoSmithKline. Allerdings konnte es sich erst in den letzten Jahren wirklich durchsetzen. Zuvor hatte der Name, der Wunderpille Viagra, zu viel Gewicht. Doch beide Alternativen – Cialis und Levitra  bieten einige Vorteile gegenüber der  Viagra. So wirken sie auf gleiche Weise, doch haben die Wirkstoffe Tadalafil und Vardenafil eine deutlich längere Halbwertzeit, sodass die Wirkung der Medikamente mindestens von dreifacher Dauer ist. Levitra hat von den drei genannten Medikamenten die geringsten Nebenwirkungen. Dosiert man das Medikament sorgsam treten zumeist sogar gar keine Nebenwirkungen auf. Auf keinen Falls darf man das Medikament einnehmen, wenn man  auf Herzmedikamente angewiesen ist.

Die Wirkung der drei Medikamente kann man mit einem Training der Beckenbodenmuskulatur steigern. Auf diese Weise wird nicht nur die Durchblutung angeregt, sondern auch das  Stehvermögen des erigierten Penis verändert. Eine Veränderung des Erektionswinkels kann zu einer Steigerung der sexuellen Befriedigung durchaus beitragen. Auch die richtige Ernährung und der Verzicht von suchtbringenden Mitteln wie Nikotin oder Alkohol können zu einer Steigerung der Potenz beitragen.

Laut Definition einer erektilen Dysfunktion, muss die Erektionsstörung seit mehr als  3 -6 Monaten auftreten und ein befriedigendes Sexualleben nicht möglich machen.  Betroffene sollten keine Zeit verstreichen lassen und keine falschen Hemmungen haben einen Arzt aufzusuchen. Dieser kann nicht nur weiterführende Informationen geben, sondern auch nach einer eingehenden Untersuchung aller betroffenen Bereiche eine ausreichende, aber wirkungsvolle Medikation verordnen. Hierbei wird die physische und neuronale Funktionstüchtigkeit des Körpers untersucht und auf eventuelle Vorerkrankungen eingegangen. Bei einer neuronalen Störung haben die PDE-5 Blocker keine Wirkung. So muss auf ein anderes Verfahren wie etwa eine Verabreichung direkt auf den Muskel wirkender Medikamente zurückgegriffen werden.