Die verschiedenen PDE-5-Blocker

Schnell wird bei einer Erektionsstörung auf ein Medikament zurückgegriffen, was ein das Enzym Phophodiesterase 5 hemmen soll. Drei Wirkstoffe, basierend auf einer synthetisch hergestellten Substanz mit ähnlicher chemischer Struktur, brachten Licht ins Dunkel und helfen seitdem bei erektiler Dysfunktion.

 

Allein bei der Markteinführung des wohl bekanntesten Potenzsteigenden Mittels  Viagra  vor 15 Jahren wurden in den ersten vier Wochen allein in Amerika über 30 000 Rezepte ausgeschrieben. Ein lang ersehntes Medikament wurde nach mehr als 13 Jahren in der Entwicklung veröffentlicht und erfreut sich noch heute großer Beliebtheit. Auf der Basis einer ähnlichen Substanz wurden in dem Jahr zwei weitere Medikamente auf den Markt gebracht, die eine Erektion fördern sollen. Auch sie blockieren das Enzym Phosphodiesterase -5. Doch wie genau wirkt das Medikament? Hierbei hilft es den normalen Verlauf einer Erektion zu erläutern.

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Um eine Erektion zu bekommen, ist unter normalen Umständen ein sexueller Impuls unabdingbar. Durch diesen wird ein chemisches Element ausgeschüttet, das cyklische Guanomonophosphat (cGMP), was die Muskeln um den Schwellkörper herum erschlaffen lässt. Sie sind im Normalfall an gespannt und verhindern so das Einfließen von Blut in den Schwellkörper. Mit dem Erschlaffen der Muskeln füllt sich der Schwellkörper mit Blut. Der Penis ist nun in einem erigierten Zustand. Um nicht dauerhaft mit einer Erektion leben zu müssen, wird ein Enzym ausgeschüttet, das auf den Abbau von cGMP spezialisiert ist. Die Phosphodiesterase -5 sorgt dafür, dass sich die Muskeln wieder anspannen können und das Blut aus dem Schwellkörper gedrängt wird. Bei Männern, die an einer Erektionsstörung leiden, wird das Enzym schneller aktiv, sodass es notwendig ist, es zu blockieren. An dieser Stelle treten die  Wirkstoffe Sildenafil, Tadalafil und Vardenafil in Erscheinung und helfen dabei die Erektion aufrecht zu erhalten. 

 Sie sind alle synthetisch und haben eine ähnliche chemische Struktur. In der Wirkungsweise gleichen sie sich ebenso und haben doch einige Unterschiede, die es den Nutzern ermöglichen das für sich beste Mittel zu verwenden. Der auffälligste Punkt, in dem sich die Medikamente unterscheiden ist die Wirkungszeit der einzelnen Präparate. War man zur Markteinführung stolz auf 4 Stunden Wirkungszeit, sind es bei Levitra bereits 12 Stunden, bei Cialis sogar bis zu 36 Stunden. Aufgrund der vergleichsweise langen Wirkungsdauer wird Cialis auch gern als  Wochenendpille genommen. Samstagmorgen genommen wirkt sie bis Sonntagabend, ohne dass man noch einmal eine weitere Pille nehmen muss.   Das bedeutet keinesfalls, dass man in dieser Zeit an einer Dauererektion leidet, sondern nur, dass in dieser Zeit nach der Einnahme eines Präparates der Geschlechtsakt einmal oder mehrfach vollzogen werden kann. Wie bereits erklärt, ist das Besondere an den Mitteln, dass man keine Erektion erhält, wenn man keinen sexuellen Impuls bekommt oder eine starke Erregung spürt. Das bedeutet jedoch weiterhin, dass es ausschließlich für die Männer eine Alternative zu den bereits vorhandenen Medikamenten ist, die keine neuronale Störung haben. Und eine Störung in dem Intimbereich würde verhindern, dass die sexuelle Erregung, die man erfährt nicht weitergeleitet werden kann und der  Penis sich aufgrund dessen nicht aufrichtet. In diesem Fall erläutert der behandelnde Arzt alle weiteren Möglichkeiten.

Levitra, Cialis und Viagra sind haben natürlich auch Nebenwirkungen und sollte von Menschen mit einigen Vorerkrankungen nicht eingenommen werden, um ein Herzinfarkt zu vermeiden. In dieser Gruppe sind beispielsweise  Medikamente für das Herz sogenannte Alpha-Blocker. Ebenso sollte man auf eine Einnahme verzichten, wenn man an Bluthochdruck leidet.  In Verbindung mit Alkohol und anderen Drogen sollte das Medikament nicht genommen werden, da sich die Nebenwirkungen wie Schwindelgefühle, Kopfschmerz und Rötungen der Haut verstärken können. 

Die Einnahme der Pillen, sowohl Cialis, Levitra und Viagra, ist mehr als einfach. Es kann zu jeder Tages- und Nachtzeit eingenommen werden und wirkt spätestens eine Stunde später. Allerdings sollte darauf hingewiesen werden, dass bei der Einnahme einer  solchen Tablette  kein Grapefruitsaft getrunken werden sollte. Dieser verzögert die Wirkung. Teilweise hebt er sie sogar ganz auf.  Man braucht nicht auf eine bestimmte Uhrzeit oder die Verbindung mit verschiedenen Speisen oder Getränken achten. 

Eine amerikanische Studie wollte einmal belegen, dass das Auftreten von Geschlechtskrankheiten in Seniorenheimen mit der Erscheinung der PDE-5 Blocker gestiegen ist. Sie kam zu keinem positiven Ergebnis. Allerdings ist durchaus zu sagen, dass  die Pillen auch älteren Menschen wieder die Möglichkeit gibt sexuelle Erlebnisse zu sammeln. Sie verhindern allerdings nicht, dass sich eventuelle Geschlechtskrankheiten ohne den Schutz eines Kondoms ausbreiten können. Ebenso sollten Männer beachten, dass sie, auch wenn sie eines der drei Mittel einnehmen müssen, durchaus zeugungsfähig sind. Trägt man nicht den Wunsch in sich Vater zu werden, sollte man auch für diesen Fall verhüten.